Heute fasse ich mich kurz. Denn vielleicht steppt bei dir gerade der Bär, und du hast eigentlich keine Zeit. Kind krank, du selbst krank, Termine, Fahrdienste, die Familienfeier, die organisiert werden will. Ach, du hast gerade keinen Kopf fürs Innehalten, Wohlfühlen oder Bessermachen!

Kennst du das?

Das ist manchmal der ganz normale Alltag, auch bei mir.

Es ist zugleich ein Phänomen, das uns am Vorankommen hindert, wenn wir uns der Versuchung hingeben. Dieses Beispiel zeigt, wie ich das meine:

Eine Frau ruft an, um sich zu informieren, was ich anbiete. Sie hat ein bestimmtes Anliegen, ein Problem im Alltag, das sie gerne lösen möchte. Ich sage ihr, dass das ein gutes Thema ist, um mit mir zu arbeiten. Wir machen einen Termin für eine Sitzung aus. Sie freut sich darauf. Endlich kann sie loswerden, was sie belastet!

Zwei Tage vor unserem Termin kommt ein Anruf: „Ich muss den Termin leider absagen! Bei mir geht alles drunter und drüber! Ich habe gerade keinen Kopf für etwas Neues!“

Ich lege fast meine Hand dafür ins Feuer, dass ich von dieser Frau nie mehr etwas höre. Das eigentliche Bedürfnis geht im Strudel des Alltags unter. Möglicherweise sind noch andere innere oder gar äußere Saboteure am Werk. Das ist menschlich.

Weißt du, was schade ist?

Ich hätte sie in dieser Zeit prima unterstützen können! Nicht bei dem eigentlichen Thema, aber bei dem Stress, den sie gerade hat. Dabei ist es gar nicht ungewöhnlich, dass das ursprüngliche Thema mit dem Auflösen des Stresses ebenfalls verschwindet …

Ich habe noch ein Beispiel für dich:

Eine junge Mutter vereinbart einen Termin mit mir wegen eines Problems, das im Alltag ständig auftaucht. Einen Abend vorher schreibt sie mir eine SMS: „Notsituation zu Hause! Den Termin müssen wir verschieben!“ Ich rufe zurück und lasse mir das Ausmaß des Dilemmas schildern. Ein Elternteil fällt plötzlich komplett aus, was eine Verkettung unglücklicher Situationen zur Folge hat.

„Und wissen Sie, was das Schlimmste ist? …“, erklärt sie mir. In dem Moment stelle ich fest: Die Frau ist jetzt gerade in Not! Ich leite ihre Aufmerksamkeit direkt in ihren Körper, auf das, was dort geschieht. Ungefähr 90 Sekunden später atmet sie entspannt aus. „Wie geht’s Ihnen jetzt, wenn Sie an das denken, was Sie so in Not gebracht hat?“, frage ich. „Ähm, gut! Wow! Danke! Ist jetzt kein Problem mehr für mich. Wahnsinn!“ Sie lacht.

Das waren keine zwei Minuten. Dazu bedarf es keines neuen Wissens. Es steckt alles in dir, in jedem von uns!

Wenn bei dir also das nächste Mal (oder heute noch) der Bär steppt: Nimm dir zwei Minuten oder drei! Schließe in einem Moment die Augen, in dem du deine Belastung wahrnimmst. Beobachte das, was in deinem Körper geschieht und lasse es zu!

Zwei Minuten für dich: Weil du wertvoll bist!

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade „Ermutigung“ von Maike Grunwald und den Taschendamen. Übrigens kann ich euch den ersten Beitrag zu dieser Parade wärmstens empfehlen! „Wohlfühlzeit“ von Dagmar A. Grahl. Sie beschreibt, wie sie voller Panik ihre Aufmerksamkeit auf den Körper lenkt und gestärkt aus der Sache herausgeht!

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